Die letzte Kriegerin (Dschingis Khan) Teil 10 IV

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Die letzte Kriegerin (Dschingis Khan) Teil 10 IV
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@Rüdiger Großer

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Songteksten
Börte hält ihren Mann zärtlich im Arm.
Dschingis Khan euphorisiert von seiner Vision der Welt und gerät richtig in Fahrt, die Jurte ist jetzt wohlig warm und der Himmel der Mongolen heilig Steppenland wird nun aus Blut und Eisen geschmiedet.
Wenn eine Jungfrau mit einem goldenen Becken auf dem Kopf vom Onon Fluss bis zum Altai Gebirge reiten kann, ohne dass ein einziger Mann seine Hand nach dem Gold ausstreckt; dann Mutter, haben wir den inneren Frieden erzwungen. Die Stämme kämpfen nicht mehr gegeneinander, weil die Yassa ihnen den Brudermord verbietet. Sie müssen ihren Zorn nach aussen tragen. Gegen die Welt. Die Sehnen des Riesen sind das Örtöö System! Börte schweigt einen Moment, während sie den dampfenden Kessel mit Stutenmilch vom Feuer nimmt. Ihre Augen wandern zu den Karten aus gegerbter Haut, die Subutai auf dem Holztisch zurückgelassen hat. Ein Körper kann so groß werden wie das Universum, mein Khan, sagt sie, und ihre Stimme trägt die kühle Logik einer Strategin. Aber wenn der Kopf nicht weiß, was die Füße tun, stolpert der Riese im Dunkeln. Wie willst du eine Million Krieger führen, wenn sie Monde von dir entfernt sind? Wenn du im Süden kämpfst und im Norden ein Aufstand der Merkiten schwelt? Dschingis Khan lächelt. Es ist ein kaltes, schmales Lächeln, das seine weisse Gesichtsnarbe spannt. Dafür habe ich das Örtöö geschaffen, die Reiterboten des Windes. Sie sind die Sehnen meines Körpers. Er tritt an den Tisch und legt seine schwere, vernarbte Hand auf die Lederkarte. In jeder Tagesreise Entfernung, von einem Ende der Steppe bis zum anderen, hab ich Post Stationen errichten lassen. Zwanzigtausend ausgewählte Pferde stehen dort Tag und Nacht bereit. Meine Boten; die Pfeilreiter; tragen ein goldenes Siegel mit meinem Symbol des fliegenden Falken an ihren Gürteln. Wenn sie reiten, binden sie sich die Brüste und Bäuche mit engen Lederriemen ab, damit ihre Organe unter dem unaufhörlichen Hämmern des Galopps nicht zerreissen. Es ist die Botschaft die niemals stirbt! Par Aghaba und Bulba Kahn hatten davon auch schon gehört. Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn. Ein einsames Pferd jagt im rasenden Galopp durch die eisige Nacht, Funken schlagend auf dem gefrorenen Boden. Das Tempo des Windes: Ein Pfeilreiter wechselt das Pferd im vollen Lauf, flüstert der Khan in die Stille des Zelts. Er schläft im Sattel. Er isst im Sattel. Wenn er die nächste Station erreicht, gellt sein Ruf schon von Weitem durch die Nacht. Ein frischer Reiter springt auf ein frisches Pferd, nimmt die lederne Tasche mit meinen Befehlen an sich und jagt weiter, bevor der Staub des ersten Pferdes sich gelegt hat. Und die Yassa schützt sie. Wenn ein Fürst, ein Groß Khan oder ein König sich einem Örtöö Boten in den Weg stellt oder ihm sein bestes Pferd verweigert, wird er an Ort und Stelle von der Nachhut gepfählt. Meine Befehle fliegen schneller als der Falke fliegt. Wenn im Westen ein Pfeil fliegt, weiß ich es im Osten, bevor der Mond sich rundet. Seine Mutter Hö`elün schaut lange in die sterbende Glut. Sie versteht nun. Das ist kein einfacher Raubzug mehr, wie ihn ihr Ehemann einst führte. Das ist die Erschaffung einer neuen Ordnung aus dem Chaos. Du hast die Steppe in ein einziges atmendes Tier verwandelt, Temüdschin, sagt sie leise, und zum ersten Mal liegt so etwas wie ehrfürchtiger Stolz in ihrer Stimme. Die Yassa ist sein Wille. Die Botenreiter sind sein Blut. Und die Tumen sind seine Klauen. Börte tritt an die Seite ihres Mannes, nimmt seine Hand und blickt mit ihm durch eine Spalte im Filz auf die endlosen, schweigenden Lagerfeuer des Millionenheeres. Sie werden dich hassen mein Wolf, flüstert sie. Die Könige der Steinstädte, die Gelehrten, die Kaiser. Sie werden dich einen Barbaren nennen, weil du aus dem Zelt stammst. Dschingis Khan drückt ihre Hand, bis die Knöchel weiss werden. Seine Stimme hat nun jede Müdigkeit verloren. Sie ist das unerbittliche Gesetz des ewiglich blauen Himmels. Sollen sie mich hassen, Börte. Sie bauen Mauern, weil sie ei`nander misstrauen. Sie schreiben Gesetze auf Papier, die nur für die Armen gelten, während ihre Könige im Gold ertrinken. Meine Yassa gilt für den Khan wie für den Hirten. Mein Reich kennt keine Mauern, weil die ganze Erde unsere Koppel ist. Wenn wir mit ihnen fertig sind, werden sie begreifen: Das mongolische Weltreich ist nicht durch den Stahl so mächtig…; sondern durch die Ordnung, die im Schlamm von Dalan Baldschut geboren wurde. Er wendet sich um, greift nach seiner weissen Hermelin Krone und setzt sie sich mit einer langsamen, endgültigen Bewegung auf das Haupt. Morgen fliegen die Pfeilreiter aus. Und das eiserne Netz zieht sich um die Welt. Par Aghaba und Bulba Kahn waren entsetzt. Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn
Stijl van muziek
Country power ballad, triumph, highly exciting, raw unplugged atmosphere, passionate raspy female vocals, dramatic, emotional, 80-120 BPM, live recording style

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