Songteksten
Ihr zieht zur Urne, stolz und überzeugt,
doch wisst ihr wirklich, was ihr da erwählt?
Ein altes Weltbild, das sich selbst bezeugt,
von Angst regiert und blind zusammenzählt.
Ihr nennt es Stärke, doch es bleibt nur Schein,
die Helden eurer Ahnen waren keine,
sie bauten auf Gehorsam, Blut und Steine,
und ihr macht ihre Irrtümer zu eurem Heiligtum allein.
Ihr redet von Ordnung und Stärke im Land,
doch gebt eure Stimme der Spaltung zum Preis.
Ihr reicht alten Parolen erneut eure Hand,
und nennt diese Haltung dann plötzlich noch weise.
Ihr sucht eure Größe in längst totem Stein,
doch eure Vorfahren waren keine Retter,
nur Menschen mit Macht, mit Gewalt und Gezeter,
und ihr macht aus ihren Schatten noch immer einen Heiligenschein.
Ihr seid falsche Helden, vom Irrtum gekrönt,
ihr wählt die Vergangenheit, die euch verhöhnt.
Ihr seid falsche Helden, aus Lügen gemacht,
ihr nennt es Tradition, doch es stinkt nach der Nacht.
Ihr seid falsche Helden, von gestern erwählt,
während ihr an der Urne dieselbe Geschichte erzählt,
und glaubt, dass aus altem Unrecht plötzlich Zukunft entsteht
Zeig mir Kunst – nicht eure Apologetik, die Geschichte verklärt,
nicht eure Demagogie, die den Zweifel zerstört,
nicht eure ideologische Obstruktion, die Vernunft stranguliert,
nicht eure revisionistische Doktrin, die Erinnerung deformiert,
nicht eure autoritäre Hybris, die sich selbst triumphierend erhöht,
sondern Wahrheit, die bleibt, wenn euer falsches Heldentum vergeht.
Ihr steht an der Urne und nennt es Beweis,
doch jede Entscheidung trägt Folgen im Land.
Ihr wählt eure Richtung und zahlt ihren Preis,
auch wenn ihr behauptet, ihr hättet's nicht erkannt.
Kein Ahnenbild macht eure Stimmen zu Recht,
kein alter Mythos macht Feigheit zu Ehre,
kein Wappen verwandelt Verachtung in Lehre,
und wer falsche Helden verehrt, wird am Ende selbst zum Knecht.
Ihr seid falsche Helden, vom Irrtum gekrönt,
ihr wählt die Vergangenheit, die euch verhöhnt.
Ihr seid falsche Helden, aus Lügen gemacht,
ihr nennt es Tradition, doch es stinkt nach der Nacht.
Ihr seid falsche Helden, von gestern erwählt,
während ihr an der Urne dieselbe Geschichte erzählt,
und glaubt, dass aus altem Unrecht plötzlich Zukunft entsteht.
Kein Held.
Keine Ehre.
Nur eine Stimme an der Urne
Und die Verantwortung dafür
Selbst die Taten euer Ahnen waren keine Lehre
Nun stehen wir vor dem haus der Vernunft vor verschlossener Tür