So ward die Stund der Schlacht gekommen Unweit der mächtig Pfahlbauten Burg Stand die Irminsul der Weltenbaum Die des Himmels Gewölbe trug Seit tausend Jahrn noch vor der Saxens Ankunft in Hadulaun. Mit des Widderhorns Klang gerufen Die Kriegerbünde Sippen und Verbände Die Ahnen und Götter zu rufen Zu huldigen der Pferdeschädel Auf den Kultpfählen Der Pfahlgötter nah so viele. Die Schwertweihe empfing Der kostbare Stahl Siegessicher und voll der Gier
„Willkommen im Land der Saxen Das streitbarste Volk Unterm Himmel sind wir Zwischen Elbe und Rhein Wotan und Donar stehen uns bei Zu erschlagen die Franken Wenn sie fallen ein In unser Land und Heim.“
Der mutigen Krieger gab es viele, viele Im starken Saxenland Doch nimmermehr starben Der Franken so viele, so viele Durch Widukinds sichere Hand Erschlagen von Saxnoth: Sein mächtig Schwert genannt
Oh Widukind, Oh Widukind Du bist der stärkste aller Saxen im Land Oh Widukind, Oh Widukind Es wird gebraucht deine sichere Hand Oh Widukind, Oh Widukind Hast gekämpft tapfer in jeder Schlacht Oh Widukind, Oh Widukind Mußt brechen der Franken Macht
„So kamen sie nun Die Mord durstig Franken Durch dunkle Tannen ganz von Sinnen Von schwarzen Stämmen fest gestützt Auf Schimmeln wie Blitze schnell Dem Horizont sogleich entrückt Sogleich ganz nah auf ihrer Rösser Schar Todesmutig ihr Kampfgeschrei Doch unsre Pfeile tödlich Im Winde wie Harfen singen Sie um ihr Leben rennen Die Anhöhe hinan, den hohen Hügel Zu erreichen wo da stand die Höhenburg Der Saxen Eresburg genannt In aller Land bekannt.“
„Dort im Tal braust immer noch Die laute Schlacht Wildherzige Reiter schlagen Mit aller Kraft Mann für Mann, Schwert für Schwert Die Edlen der Saxen Schlagen die Schlacht. Die wackeren Recken der Saxen Erzittern nicht Die wilde Jagd reitet heut Nacht.“
„Widukind der edelsten Einer Der Saxen Hold und Zier Dem Siege nah…“
Oh Heil der Saxen, Oh Heil der Saxen Der starke Widukind naht Oh Heil der Saxen, Oh Heil der Saxen Es wird gebraucht deine sichere Hand Oh Heil der Saxen, Oh Heil der Saxen Ein starker Ostwind bläst dich herbei Oh Heil der Saxen, Oh Heil der Saxen Widukind der du auch Frankentöter genannt Oh Heil der Saxen, Oh Heil der Saxen Karl der Franke wird bald nimmermehr Kommen in der Saxen Land.