Songteksten
Dereinst in düstrer Nacht
In der Moore tiefsten Grund
Ein junger König lag einer
Schönen Elfin bei
Doch hab acht
Der Jugend Schönheit trog
Sie war eine Verfluchte
Vom Stamme Kains
Daraus geboren ein abscheulich
Häßlich Kind, gar Greulich anzusehn
Jetzt in einer Höhle haust
Unweit des Moors
Wo Sonnenlicht und menschlich Stimmen
Heiter lachen,Stimmen trunken
Fröhlich Heldenlieder singen
Ihm Schmerz und Qual
Die Stimmen, Die Stimmen
So erschlägt er alles was Menschlich ist
Und stopft es in sich hinein
Damit endlich Ruhe kehrt ein.
„Doch nun wird Grendel endlich sterben,
Zu viele tapfere Recken
Hat er gemeuchelt und gemordet,
Beowulf wird ihn niederstrecken.“
„Willkommen am Hof der Dänen,
Der Tod ist der Gauten Geschäft“
„Und willst du nicht bezahlen,
So geben sie dir den Rest“
„Eiligst sehnen sie herbei den Tod,
Zu sterben woh in der Schlacht tut gut“
„Zu treten ein in Walhallas Tor,
Zu speisen an Odins Tafel,
Wie noch nie zuvor.“
Der mutigen Krieger gab es viele, viele
Im starken Gautenland
Doch nimmermehr starben so viele, so viele
Durch Beowulfs sichere Hand:
Erschlagen von Hrunting,
Sein mächtig Schwert genannt
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Der starke Beowulf naht
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Die kühnsten Recken der Gauten,
Sinnen auf Heldentat
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Thors Hammer wuchtig bläst sie herbei
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Die Gauten, die auch Bärentöter genannt
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Die Gauten sind im Dänenland
Zu erschlagen Grendel
Durch Beowulfs sichere Hand
„So ward die Geschichte geschrieben,
Grendel ist dem Tode nah!“
„Da kam vom Sumpfe im Schatten der
Nebelschleier Dunstes Grendel
Gegangen und trug der Hölle Zorn.
Der Meuchler meinte der Menschen
Einen schlau zu beschleichen
Im Saale dem hohen.
In der Nebelschwaden Wolken watet`
Er bis er das Wonnenhaus,
Des Gabengebers Goldsaal erkannte,
Den kleinodbunten. Er kam nicht zum
Erstenmal Hrodgars hohes Haus zu besuchen; doch fand er so alt er ward,
Früher noch später so harten Helden
Als in der Halle diesen.
Vor der Stiege stand des steinernen Hauses der Wonnenverwaiste und wandte zur Türe, der feuerhandfesten,
Die Fäuste sogleich,
Erbrach, der Bösewicht, so brannte er
In Zorn, der Halle Eingangs Tor.
In der Halle sah er der Helden Menge
Versammelt schlafen, der Sippen
Friedensbund, der Leute Geleit.
Ihm erlachte der Muth:
Zu scheiden wähnt` er vor scheinendem
Tag, der üble Unhold, den Helden allzumal Leib und Leben; ihn lockte
reichlicher Weide Wahn.
Doch Beowulf verlieh ihm nicht,
Daß er mehr als Einen des Männervolks
Die Nacht genösse.
Der grimmige Gaute sah, daß der Wütherich die grimmen Griffe beginnen
wollte. Nicht länger ließ es auch
der Leidstifter anstehn, vielmehr erfaßt`
Er jetzt zuvörderst Einen der Ruhenden
Und riß ihn rasch in zwei Stücke, zerbiß
Sein Gebein, trank das Blut der Adern
Und schlang große Stücke: Schon hatt
Er ganz des Leblosen Leib verschlungen
Mit Füßen und Fäusten.
Und fürder schreitend griff er jetzo nach
Dem großgeherzten Recken auf dem
Wachtbett, da reckte die Hand der,
Und faßte mit der Faust den Feind behende, den arg gesinnten, auf den Arm
Gestützt. Da freilich fühlte der Frevelstifter, daß er mächtigern Mann
In Mittelgart noch an allen Enden der Erde nicht gefunden, so hart von Handgriff. Im Herzen wuchs ihm Furcht
Er fühlte es; doch fort konnt er nicht,
Wie gierig sein Herz sich zur Hölle sehnte, in der Teufel Gesellschaft:
Sein Tagwerk wollt ihm dießmal nicht
Gelingen wie immer in alter Zeit.
Denn Beowulf, König Hygelaks Heergenoß, der hehre, gedachte der
Abendrede, eilends erhub er sich
Und fasst ihm die Fäuste: die Finger
Zerbrachen dem Riesen, da rückwärts
Ihn der Recke stieß. Da sehnte sich der sonst Gewaltige das Weite zu gewinnen
Und hinweg alsbald in sein Fennmoor
Zu fliehen: der Finger Kraft wust er
In des Gauten grimmen Griffen. Ein
Schrecklich Schmerzensschrei, Jammerlaut entfuhr dem Todversehrten.
Schon ward an der Achsel die Sehrung
Ihm sichtbar: die Sehnen rissen,
Die Beinschlüße brachen: dem Beowulf
War der Sieg geschenkt;
Es sollte Grendel todwund flüchten
Und unterm Moor dort suchen
Die wonnelose Höhle. Er wußte sich nun
Wohl an seines Alters Ende gekommen,
Seine Tage voll.
„Die wackeren Dänen hefteten
Des grausigs Unhold Hand, mitsamt
Arm und Achsel, an der Ruhmeshalle
Wand, zu sehen soll jeder Däne des Grendels Greifwerk im ganzen Land.“
„Dies war das Versprechen
Das Beowulf den Dänen gegeben;
Seine Pflicht wohl getan.
Doch schon bald kündigt sich
Neues Unheil an.“
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Der starke Beowulf naht
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Die kühnsten Recken der Gauten
Sinnen auf Heldentat
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Thors Hammer wuchtig bläst sie herbei
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Die Gauten, die auch Bärentöter genannt
Oh Heil der Dänen, Oh Heil der Dänen
Die Gauten sind im Dänenland