Lyrics
Der Atem von Zehntausend Pferden stieg in dichten, weissen Säulen in den gefrorenen Himmel der Mongolen. Fern der Heimat, gefangen im ewigen Eis von Frost und Kälte im hohen Norden, war dies nun auch zum heilig Steppenland der Mongolen geworden. Ein Meer von dichten, weissen Wolken bedeckte die Täler, Flüsse und Berge der eiskalten Tundra und Taiga an diesem klaren, wunderschönen Morgen. Bo`ortschu ritt auf einem mächtigen Fuchs, sein Gesicht starr vor Frost und weiss vereist. Er hob die mächtige, eiserne Tschor Streitaxt. Hinter ihm ertönte das tiefe, vibrierende Dröhnen der Buree Hörner. Das Signal hallte von den Hängen des Khentii Gebirges wider und setzte die gewaltige Menschenmasse in Bewegung. Zehntausend Gardisten, gefolgt von den Kriegern der eingegliederten Stämme, die Naimanen, die Merkiten, die tatarischen Reiter, formierten sich zu einer meilenweiten, eisernen Schlange. Es gab keine Stammesbanner mehr. Keine Farben der Keraiten oder Dschadaran. Über ihnen allen wehte nur noch das weisse, neunschwänzige Sulde Rosshaar Banner Dschingis Khans, dass im schneidenden Nordwind flatternd, knallte. Dschingis Khan ritt im Zentrum der Macht. Er trug die schwere, schwarze Lamellenrüstung und blickte schweigend über das Heer. An seiner Seite, in reich verzierten Schlitten, die von weissen Hengsten gezogen wurden, reisten Hö`elün und Börte. Sie blickten nicht zurück auf das Eis des Sees, wo die Rebellen der Merkiten ihr Ende gefunden hatten. Ihre Augen waren nach Süden gerichtet, dorthin, wo die Steppe endlos weit wurde. Hinter dem Khan ritten die Prinzen…; Jorchi und Dschagatai hielten ihre Pferde im exakten Abstand von einer Lanzenlänge. Die Kälte zwischen den Brüdern war spürbar, schärfer noch als der Winterfrost, doch der eiserne Wille ihres Vaters hielt sie im Zaum. Sie hatten in dieser Jagd und in diesem Feldzug gelernt, dass privater Hass vor dem Gesetz der Yassa schweigen muss. Das ist auch gut so, dachten sich Par Aghaba und Bulba Kahn. Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn. Als die Vorhut die Baumgrenze der Taiga durchbrach und die ersten Ausläufer der offenen Steppe erreichte, hob Dschingis Khan die Hand. Das Heer hielt augenblicklich an. Zehntausend Hufe verstummten im selben Moment. Eine unheimliche, disziplinierte Stille legte sich über die unendliche Linie. Der Khan riss sein Pferd herum und blickte auf die Armee hinab, die er aus dem Schlamm und dem Blut der Bruderkriege geschmiedet hatte. Er sprach keine langen, glänzenden Reden, wie sein Blutsbruder Dschamucha es getan hätte. Seine Stimme war rau, aber sie trug die unerbittliche Kraft des Ewigen Blauen Himmels in sich. Wir kamen als Jäger in diesen Norden, rief er, und seine Augen brannten wie Kohlen unter dem Pelzrand seines Helms. Wir kehren als ein einziges Volk zurück. Die Völker in den Filz Zelten haben keinen Namen mehr ausser dem, den das Eisen ihnen gibt: Wir sind Mongolen. Wer vor uns steht, wird fallen. Wer mit uns reitet, wird die Welt besitzen. Ein wildes, synchrones Aufschreien aus Zehntausend Kehlen; ein tiefes Hurree! Hurree! Hurree! erschüttert die Luft, so laut, dass der Schnee von den Ästen der Lärchen stürzt. Bo`ortschu senkte die Axt, die Pferde warfen die Köpfe in den Wind, und die eiserne Schlange setzte sich wieder in Bewegung. Sie ritten nach Süden, zurück zum großen Kurultai, bereit die Grenzen der Steppe zu sprengen und die Geschichte der Welt für immer zu verändern. Der Aufbruch des Ozeangleichen Herrschers hatte begonnen. Das sahen Par Aghaba und Bulba Kahn auch so. Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn Par Aghaba und Bulba Kahn
Style of Music
Celtic Rock power ballad, aggressive driving Irish fiddles, distorted electric guitars, triumph, highly exciting, loud-quiet dynamics, raw unplugged atmosphere, passionate raspy female vocals, dramatic, emotional, 80-120 BPM, live recording style