[Spoken] Es war einmal ein Mann, der arbeitete in einer Sandgrube. Den ganzen Tag schaufelte er Sand in große Säcke.
Des Abends dann, wenn er müde war, konnte er nicht schlafen. Und so schaufelte er auch in der Nacht.
[Sung – very soft] Schlaf … schlaf … leise wird die Nacht. Schlaf … schlaf … bis der Morgen lacht.
[Spoken] Manchmal, wenn er keine Lust mehr hatte, den Sand zu häufen, wanderte er durch das kleine Dorf am Rande der Sandgrube.
Heimlich schaute er durch die beleuchteten Fenster und sah all die großen und kleinen Leute, die nicht schlafen konnten. Und er wunderte sich.
[Sung – very soft] Schlaf … schlaf … leise wird die Nacht. Schlaf … schlaf … alles kommt zur Ruh’.
[Spoken] Eines Nachts, als er wieder müde in der Sandgrube saß, sprach eine Stimme zu ihm:
„Mann in der Sandgrube, nimm einen kleinen Sack, fülle ihn mit Sand, gehe hinauf in das Dorf und streue ein wenig davon all den Menschen in die Augen, die nicht schlafen können.“
[Spoken] Der Mann tat, wie es ihm die Stimme gesagt hatte. Er wanderte durch das Dorf und streute seinen Sand den Dorfbewohnern in die Augen.
Nach und nach gingen die Lichter aus. Die Menschen schliefen.
[Sung – very soft] Schlaf … schlaf … nun ist alles still. Schlaf … schlaf … weil der Sandmann es will.
[Spoken] Seit jener Stunde geht der Mann, der nicht schlafen konnte, Nacht für Nacht durch das Dorf und sorgt für den Schlaf der Menschen.